johanna krumstroh

die zerbrechliche welt

inhalt

Die Schönheit der Natur, ihre unbändige Kraft, ihre Faszination spiegeln sich in den ausgewählten Werken von Claude Debussy, der das sinnlich Wahrgenommene kunstvoll-genial in Klang übertrug. Reflexionen von Dichtern und Denkern beleuchten den Stellenwert der Natur als unsere Lebensbasis, denn sie war nicht nur vielen Menschen in der Pandemie Retterin, Raum und Rückzug, sondern seit Menschengedenken ist sie unsere körperliche, geistige und seelische Nahrung. Ihrer Zerbrechlichkeit gewahr zu sein, ist wichtig, denn: Wir schützen, was wir lieben und wir lieben, was uns vertraut ist.

"Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen - unvermögend aus ihr herauszutreten (…) Sie schafft ewig neue Gestalten, was da ist, war noch nie, was war, kommt nicht wieder - alles ist neu, und doch immer das Alte. Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie. (…) Sie ist alles. (…) Sie ist rauh und gelinde, lieblich und schrecklich, kraftlos und allgewaltig. Alles ist immer da in ihr. Vergangenheit und Zukunft kennt sie nicht. Gegenwart ist ihre Ewigkeit."

(1780) vermutl. Georg Christoph Tobler



Tobler ahnte nicht, dass in den folgenden 200 Jahren der Mensch das Gesicht der Erde in kaum vorstellbarem Ausmaß verändern würde.

musik

Aus den Préludes von Claude Debussy

Klavier: Jung Eun Séverine Kim