biographie

Johanna Krumstroh hat Literatur-Konzerte zu ihrem künstlerischen Schwerpunkt gemacht. Sie versteht es, die Zuhörer
durch einen geschickten dramaturgischen Aufbau ihrer Programme - aufs Engste verwoben mit Musik - und durch ihre ausdrucksstarke
Interpretation von Beginn an zu fesseln. Das facettenreiche Repertoire beinhaltet u.a.
"Morgen und Abend" von Jon Fosse,
"Orlando - eine Zeitreise" von Virginia Woolf, "Marina Zwetajewa - Alexander Skrjabin", "Bella Chagall und Frédéric Chopin",
die Trilogie "VERBUNDENHEIT mit der Welt", "Pilatus" von Friedrich Dürrenmatt.
Sie ist regelmäßig bei renommierten Musik- und Literaturfestivals zu Gast, wie u. a. lit.COLOGNE, Literaturfest Niedersachsen,
Frankfurter- und Leipziger Buchmesse, Europäische Kulturtage Karlsruhe, HOLK Festival, FUGATO Festival, Basler Orgelnacht,
Museum Frieder Burda Baden-Baden, Kunstmuseum Wolfsburg, Jüdisches Museum Berlin sowie SCHIRN Kunsthalle Frankfurt.
Zudem liest sie für den Oetinger Verlag.
2025/26 Die Literatur-Konzerte der längerfristig wachsenden Reihe "Lebenswege - 80 Jahre Kriegsende" sind von großer Aktualität
und Tragweite. Im Zentrum dieser Abende stehen eine zutiefst beeindruckende Lebenstapferkeit und die unermessliche Kraft der Musik.
Hierfür wird der französische Cembalist Jean Rondeau für Zuzana Růžičková, der Grande Dame des Cembalos, spielen:
"Zuzana Růžičková - Lebensfuge".
Der englische Cellist Raphael Wallfisch wird für Anita Lasker-Wallfisch, der Cellistin und Mitbegründerin des English Chamber Orchestra,
spielen: "Ihr sollt die Wahrheit erben - Die Cellistin von Auschwitz".
"Mit vielfältigen sprachmelodischen Nuancierungen und Akzentuierungen
trifft Johanna Krumstroh die zwischen Distanz und Hingabe, zwischen Seligkeit und Sehnsucht oszillierenden Gefühlswelten, lässt
jugendlich-ungebändigte Momente genauso ausdrucksstark lebendig werden, wie die Ernsthaftigkeit, die aus den feinfühligen
Bildern Bella Chagalls sprechen."
(CHAGALL - CHOPIN, Schubertiade Schnackenburg)
Johanna Krumstroh erhielt zunächst Klavierunterricht sowie bald darauf Cellounterricht u.a. bei Rudolf Metzmacher. Sie absolvierte ein
Gesangstudium an der Hochschule Carl Maria von Weber in Dresden und intensivierte ihre Gesangsausbildung durch Meisterkurse
bei Jessica Cash, London und Judith Beckmann, Hamburg.
Darüber hinaus studierte sie Schauspiel an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art in London und schloss
ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab. Johanna Krumstroh wurde als Repräsentantin der Webber Douglas Academy
of Dramatic Art zum William Poel Festival in London ausgewählt.
Sie spielte am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Intendantin Amélie Niermeyer. Weitere Engagements führten sie nach Bern, Berlin und Hamburg.
"Johanna Krumstroh spielte die pseudo-emanzipierte Karrierefrau Petra von Kant, ob in zartrosé oder
lindgrün – stets Extravaganz in Person. Ihr stimmliches Repertoire reichte von süffisant säuselnd bis
schneidend kalt. Eine Stimme ebenso facettenreich wie der Charakter der despotischen und in ihrer
emotionalen Abhängigkeit doch hilflosen Modezarin. Ein Glücksfall, dass sich die Regisseurin für diese
Vollblutschauspielerin entschied."
(Hamburger Abendblatt)