johanna krumstroh

zwetajewa - skrjabin

gedichte, briefe, tagebuchaufzeichnungen

"… wir träumen und schreiben nicht, wenn wir wollen, sondern wenn der Brief geschrieben, der Traum geträumt werden will. Meine Briefe wollen immer geschrieben werden."
Marina Zwetajewa wurde 1892 in Moskau als Tochter einer wohlhabenden bürgerlichen Familie geboren und gilt als eine der größten russischen Dichterinnen des letzten Jahrhunderts. Schon früh fühlte sie sich zur Literatur hingezogen und veröffentlichte 1910 als 18-jährige ihren ersten Gedichtband, der ihr den Zugang zu Moskauer Literatenkreisen öffnete. Bei einem Aufenthalt auf der Krim lernte sie ihren späteren Mann Sergej Efron kennen, dem sie ihr ganzes Leben lang emotional verbunden blieb, trotz anderer Liebesbeziehungen und ihrer "Brief-Lieben" u. a. zu Boris Pasternak und Rainer Maria Rilke. Nach Krieg, Revolution und Bürgerkrieg entschließt sie sich, ihrem Mann in die Emigration nach Berlin, Prag, später nach Paris zu folgen. Eine Zeit der Mühsal und der Armut, da die ganze Last ihre Familie zu erhalten, auf ihren Schultern lag. Dennoch blieb sie ihrer dichterischen Berufung ein Leben lang treu, "dazu verdammt zu schreiben, wie ein Wolf heult, unter welchem System auch immer".

musik

Alexander Skrjabin ließ, mit dem unbändigen Drang Grenzen zu überschreiten, in seinem Werk Farben und Flammen lodern und entwickelte sich in seinem kurzen Leben zum kühnen Wegweiser der Moderne.
Ausgewählte Klavierwerke von Skrjabin und die Texte Zwetajewas fügen sich zu einem intensiven Bild des extremen Lebensweges Zwetajewas.

Skrjabins Lebensgefährtin Tatjana de Schloezer und Marina Zwetajewa verband eine enge, herbe Freundschaft: ganz auf Arbeit und Gespräch gegründet.

Klavier: Maria Lettberg